Der Garten der Göttin Minerva

Es war einmal eine reiche Stadt am Tyrrhenischen Meer.  Kleine Häuser kletterten hoch bis zum Berg Bonadies an Wasserquellen und Fließgewässern vorbei. Mediterrane Vegetation wuchs prächtig zwischen Gassen und steilen Treppen, Innenhöfe verbargen Orangen- und Zitronenhaine, Feigen reiften in Sommer zusammen mit süßen Aprikosen. Über die Jahrhunderte war Salerno eine Gartenstadt, Spa und Kurort während der römischen Zeit. Noch im letzten Jahrhundert hielten wir an heißen Sommertagen  vor einem der zahlreichen Brunnen in der Altstadt und tranken aus kleinen Wasserhähnen. Kühles Wasse aus unterirdischen Quellen belebten uns nach einem langen Tag am Strand.   Heute schweift der Blick aus dem Garten der Minerva über die verwinkelten Häuser der Altstadt bis zum Hafen, dort wo einst Bächer und Flüsse sich durch terrassenförmige Gärten und wild wachsende Pflanze schlängelten. Nach aufwändigen Arbeiten wurde im Jahre 2000 wieder ein botanischer Garten an jenem magischen Ort namens Plaium Montis eröffnet, der einst den mittelalterlichen Garten der reinen, einfachen Pflanzen (Hortus simpliciumMatteos Silvatico beherbergte. Wo früher junge Medizinstudenten zusammen mit ihren Meistern ihre Kenntnisse über die Heilkraft der Pflanze sich aneigneten, genießen heute viele Besucher die Schönheit dieses Ortes mit herrlicher Sicht über die Bucht von Salerno. Im Hintergrund das sanfte Rauschen des Wassers…

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